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Akademische Lehrpraxis der medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen
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Komplikationen

letzte Änderung 12.02.2018


Der Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, ist charakterisiert durch einen relativen oder absoluten Mangel an Insulin. Demzufolge unterscheidet man zwei Typen von Diabetes mellitus. Den absoluten Insulinmangel sehen wir beim Typ-1 Diabetes oder  jugendlichem Diabetes, bei dem durch Autoimmunerkrankungen oder Viruserkrankungen, familiär gehäuft, eine langsame Erschöpfung des körpereigenen Insulins bis zur Insulinmangelsituation auftritt. Die Erkrankten sind eher jung, schlank und benötigen Insulininjektionen. Beim relativen Insulinmangel, Typ-2 Diabetes, der familiär gehäuft vorkommt, überwiegen ältere, übergewichtige Patienten (Erwachsenendiabetes). Dieser Diabetes-Typ überwiegt. Erste Hinweise für das Vorliegen eines Diabetes können sein: starker Durst, große Harnmengen sowie allgemeine Leistungsschwäche. Verdächtig sind Gewichtsabnahme, Neigung zu Abszessen, Furunkeln, Wundheilungsstörungen, chronische Harnwegsinfekte, Potenz- und Menstruationsstörungen.
Spätkomplikationen des Diabetes sind: Arteriosklerose mit Verengung der Arterien und nachfolgender Durchblutungsstörung, diabetische Nephropathie bis zur Dialysepflicht, Schäden der Netzhaut bis zur Erblindung (Retinopathie), Gangrän bis zum Absterben von Zehen, diabetische Neuropathie vom Taubheitsgefühl bis zu unerträglichen Schmerzen.
Die Erkrankung beginnt schleichend und führt zu schwerwiegenden Komplikationen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen alle zwei Jahre sind zu empfehlen.

weitere Info: Deutsche Diabetes Gesellschaft

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